Wertpapiervermittler statt Finanzdienstleistungsassistent

Am 1.9.2012 ist eine Novelle zum WAG 2007 sowie zur GewO in Kraft getreten. Damit wurde das Gewerbe des Wertpapiervermittlers neu eingeführt. Der Wertpapiervermittler tritt an die Stelle des imagegeschädigten Finanzdienstleistungsassistenten.

Zur Aufpolierung des Images wurde das Gewerbe des Wertpapiervermittlers als reglementiertes Gewerbe geschaffen. Gewerbeanmelder müssen daher über einen Nachweis der Befähigung verfügen – bisher war das für Finanzdienstleistungsassistenten nicht notwendig, es war ein freies Gewerbe.

Der Wertpapiervermittler rückt damit näher an den gewerblichen Vermögensberater heran.

Die Qualität der Beratung durch Wertpapiervermittler und gewerbliche Vermögensberater soll durch eine verpflichtende laufende Fortbildung sicher gestellt werden. Das ist ein erfreulicher und begrüßenswerter Schritt.

Gewerbliche Vermögensberater müssen künftig eine Vermögensschadenhaftflichtversicherung abschließen, die Schäden der Kunden aus Beratungsfehlern deckt. Für Wertpapiervermittler ist keine verpflichtende Haftpflichtversicherung vorgesehen, weil für Fehler der Wertpapiervermittler die Wertpapierfirma haftet, in deren Namen der Wertpapiervermittler tätig ist.

Bestehende Finanzdienstleistungsassistenten haben bis 31. August 2014 Zeit, die Befähigungsprüfung zum Wertpapiervermittler oder zum gewerblichen Vermögensberater abzulegen und das Gewerbe anzumelden. Ab dem 1. September 2014 darf das Gewerbe der Finanzdienstleistungsassistenten nicht mehr ausgeübt werden.

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