Verlustausgleich bei privaten Grundstücksveräußerungen

Für private Grundstücksveräußerungen ist seit 1.4.2012 eine Immobilienertragssteuer (ImmoESt) zu bezahlen. Diese berechnet sich grundsätzlich vom Unterschiedsbetrag zwischen dem Veräußerungserlös und den Anschaffungskosten des Verkäufers. Herstellungs- und Instandsetzungsaufwendungen können von diesem Unterschiedsbetrag abgezogen werden, allfällige Absetzungen für Abnutzungen (AfA) sind hingegen hinzuzurechnen. Die so ermittelten Einkünfte aus der privaten Grundstücksveräußerung werden mit 25% (ab 1.1.2016 voraussichtlich 30%) besteuert.

Waren die Anschaffungskosten höher als der Veräußerungserlös, ergibt sich ein Verlust und daher auch keine ImmoESt.

Verkauft dieselbe Person in einem Kalenderjahr mehrere Liegenschaften, so kann es z.B. bei einem Verkauf zu einem steuerpflichtigen Gewinn und beim anderen Verkauf zu einem Verlust kommen. Wenn private Grundstücksveräußerungen in einem Kalenderjahr insgesamt zu einem Verlust führen, kann dieser Verlust zur Hälfte mit Einkünften aus Vermietung und Verpachtung ausgeglichen werden.

Nach der Regierungsvorlage zum Steuerreformgesetz 2015/2016 wird der Verlustausgleich erleichtert. Zum einen sollen anstelle von 50% künftig 60% des Verlustes ausgleichsfähig sein. Darüber hinaus wird das Wahlrecht eingeführt, den Verlust entweder im selben Kalenderjahr gelten zu machen oder auf 15 Jahre zu verteilen.

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